Only Lyon - Tourismus und Kongresse

Hugues Savay-Guerraz, conservateur du Musée Gallo-Romain de Lyon Fourvière
Vestiges gallo-romains à Lyon
Visite d'enfants au Musée Gallo-Romain
Musée gallo-romain de Lyon Fourvière - Mosaïque
Musée gallo-romain de Lyon Fourvière - la salle de Neptune

Ein außer- gewöhnliches Museum

Hugues Savay-Guerraz, Verwalter des Musée Gallo-romain Lyon Fourvière, präsentiert uns das Museum, zukünftige Projekte und gibt uns außerdem ganz persönliche Tipps.

Erzählen Sie uns von diesem außergewöhnlichen Museum!

1975 wurde das Museum von dem Architekten Bernard Zehrfuss entworfen. Es sollte der historischen Stätte von Fourvière hinzugefügt werden. Auf dem Hügel der Fourvière kaum sichtbar positioniert, blickt man vom Museum aus auf das Amphitheater. Von den antiken Ruinen inspiriert, weist die Betonkonstruktion Rundungen und eine statische Struktur auf, und ist von Mosaikbrunnen geradezu übersät. Seit 1975 haben wir zahlreiche archäologische Funde ausgraben können und das Magazin quillt fast über! Nur die Hälfte der Funde wird für Ausstellungen genutzt! 2012 beginnen wir mit der vollständigen Renovierung des Museums!

Gibt es irgendwelche Veranstaltungen im Museum?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dieses Museum zu besuchen: Manche spazieren quer durch das Museum hindurch, andere bevorzugen einen Besuch mit einem Tourguide, wieder andere verweilen hier Stunden lang und lesen sich jegliche Informationen durch. Fast die Hälfte aller Besucher sind Schulgruppen, wir bieten dann Workshops und Animationen für die jungen Besucher an. Das Museum steht allen offen: die Informationen sind jeweils in zwei Sprachen geschrieben und die Museumsbroschüre ist in viele verschiedene Sprachen übersetzt.

Was sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen?

Die Table Claudienne ist eines der wertvollsten und interessantesten Werke unserer Sammlung. Die Rede des römischen Kaisers Claudius wurde in Bronze gemeißelt und behandelt ein sehr aktuelles Thema: die Integration von Ausländern. Dieser Bronzeguss ist von hervorragender Qualität und ein sehr interessantes historisches Dokument.
Der gallische Kalender, dieser weltweit einzigartige Gegenstand, ist der Gefragteste im Museum und hat schon eine ganze Weltreise hinter sich. Wir verleihen das Original und Kopien. Dieses Dokument wurde in Bronze gemeißelt, es ist das Längste in gallischer Sprache verfasste und auf Latein niedergeschriebene historische Überbleibsel.
Die Mosaike stellen Szenen aus dem römischen Leben dar, wie zum Beispiel ein Wagenrennen. Alle Werke der Sammlung in Lyon befassen sich mit Themen aus dem öffentlichen und privaten Leben des römischen Lyons.
Lugdunum verfügte über diverse Einrichtungen speziell für kulturelle Ereignisse: Amphitheater für Gladiatorenkämpfe, ein Theater, ein Odeon für lyrische Vorführungen und eine Rennbahn für die Wagenrennen.
Im Museumsbereich Handwerk und Handel, hat man das Vergnügen, wie in der Antike in einem Empfangssaal von rund 100m² auf einem Mosaiksteinboden zu laufen. Hier gibt es erstaunliche Berufe zu entdecken: der Barbaricaire, der Goldweber oder auch den Seifenhersteller. Über Lugdunum, eine wichtige Handelsstadt, wurden Mittelmeerprodukte über die Rhône in den Norden des Kaiserreichs geschifft. Die Amphoren dienten dem Transport von Lebensmitteln, die in der Antike sehr gefragt waren: Fischsoße, Wein und Olivenöl.
Der Rundgang durch das Museum verläuft über eine sanfte Hebung des Hügels und endet mit der Thematik des Todes: im römischen Zeitalter befanden sich die Totengräber entlang der Straße. Die Grabinschriften erinnerten den Passanten: "Genieße das Leben. Dort, wo du bist, war ich auch, und dort wo ich nun bin, wirst du auch sein".

Es gab mehrere Umbauten des Museums

Die römische Vergangenheit Lyons war prägend: es gab daher ständig archäologische Ausgrabungen. Später wurde alles wieder zugeschüttet. Deswegen gibt es mehrere kleine Modellbauten des Museums, die einen Eindruck von der Begebenheit der Gebäude vermitteln und die archäologischen Funde illustrieren.

Was ist mit den Ruinen?

Die Lichtröhren im Museums ermöglichen es, einen Eindruck des Theaters und des Odeons im Museum zu vermitteln. Vom römischen Theater sind nur 1/3 der Zuschauertreppen übriggeblieben. Sie reichten bis an die Spitze des Hügels, wie der Modellbau beweist. Neben dem Odeon befinden sich Boutiquen und eine römische Gasse. Das Wissen über die Beschaffung der Örtlichkeiten hat sich im Laufe der Zeit und der Entdeckungen sehr gewandelt. Es muss daran erinnert werden, dass dieses Viertel sehr belebt war, man befindet sich ja schließlich im Zentrum dieser römischen Stadt.

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