Only Lyon - Tourismus und Kongresse

Nicolas le Breton, guide conférencier
Puits de la Galerie Philibert Delorme
Maison du Crible
Traboule du Vieux Lyon

Die Altstadt von Lyon und ihr fantastischer Charme

Nicolas le Breton, Fremdenführer in Lyon

Nicolas le Breton ist Fremdenführer in Lyon. Als Spezialist des Mittelalters folgen seine Touren auch mal dem Motto "Versteckte Monster und Wasserspeier". Hier lernt man die Altstadt Lyons und ihre typisch mittelalterlichen Stätten in einem historischen Kontext voller Anekdoten kennen. 

Was ist charakteristisch für dieses Viertel?

Dieses besondere Viertel vereint auf einzigartige Weise den französischen Stil der mittelalterlichen Gothik mit einem neuen Stil der italienischen Renaissance. 

 

Die Geschichte der Altstadt Lyons steht in sehr enger Verbindung zu der der Kirche. Warum?

Wenn man sich in das "Vieux Lyon" begibt, fällt einem unmittelbar die Kathedrale St. Jean auf,die zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert erbaut wurde und über und über mit kleinen versteckten Details versehen wurde. Zusammen mit St. Etienne und den Ruinen von St. Croix bilden sie eine Gruppe von Kathedralen. Man muss an dieser Stelle anmerken, dass es elf Kirchen in diesem Viertel gab (fast alle 50m eine). Dies verdeutlicht die hohe Bedeutung der Kirche zu dieser Zeit. Der Erzbischof von Lyon war ein wahrer Herrscher in der Stadt, zusammen mit den Domherren hatten sie bis zur französischen Revolution eine sehr starke Machtposition inne. 

Welche für das Mittelalter und die Renaissance typischen Schauplätze sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen?

La Maison du Chamarier, Adresse: 37 Rue Saint-Jean (gleich neben der Marquise, einer hervorragenden Konditorei!). Der "Chamarier" war ein Mönch, einer der vierzig Domherren die jeweils ihr eigenes Häuschen um die Kathedrale herum bewohnten. Das seine befand sich gerade am Rand der religiösen Enklave. Er konnt also feststellen, wer kam und ging. In der Tat war seine Aufgabe, die anderen Mönche zu überwachen, die manchmal den Versuchungen der Stadt nicht ganz abgeneigt waren. Man muss hinzufügen, dass die Domherren, dem Adel abstammend, sich ihr Schicksal als Mönche nicht ausgesucht hatten.

La Maison des Avocats, Adresse: 60 Rue Saint-Jean. Dieses Gebäude beherbergt das Miniatur- und das Kino-Museum. Hierbefand sich seit dem 14. Jahrhundert außerdem ein Anbau des Justizpalasts. Hier wüteten seit dem Mittelalter Paragraphenreiter: böse Unholde, Söhne von bedeutendem Stand und zukünftige Richter oder Anwälte, die sich einen Spaß daraus machten, Angst und Schrecken im Viertel zu verbreiten.

La longue traboule. Traboule sind versteckte Passagen die durch Hauseingänge oder Treppenhäuser hindurch führen. Die längste in der Altstadt Lyons verbindet 54 Rue Saint-Jean mit 27 Rue du Boeuf miteinander und führt nacheinander durch fünf Hofe. Sie durchquert die Wohnsitze der reichsten europäischen Handelsfamilien der Renaissance.

La maison Bullioud, Adresse: 8 Rue de Juiverie, wo sich auch der Hof Philibert Delorme befindet, benannt nach seinem Architekten. Dieser Hof illustriert besonders gut das Schaffen der Renaissance. Der Architekt aus Lyon hatte, nach seiner Rückkehr aus Italien, den Auftrag hierfür bekommen bevor er sich an der Konstruktion der Schlösser an der Loire beteiligte. Er war sehr stolz auf seine Arbeit und er behauptete, die  Trompengalerie erfunden zu haben. Tatsächlich war er der einzige Architekt seinerzeit, solche Konstruktionen zu beauftragen.

l'Hotel de Gadagne: die größte Bahausung in der Altstadt von Lyon beherbergt das Historische Museum und das Marionetten - Museum. Die Renaissance-Fassade ist prachtvoll, König Franz I kam häufig her um in Lyon zu verweilen. 

La Maison aux Lions, Adresse: 23 Rue Juverie. Dieses Haus ist das der sehr reichen Familie Dugas. Man sagt, dass das Geheimnis des Stein der Weisen in einem der Löwenköpfe, die die Fassade verzieren, versteckt ist.

La Place du Change. Dieser Platz ist einer der lebendigsten in ganz Lyon: man wechselte hier Gold- und Silbermünzen unter Aufsicht des Vorstandes der Kaufmannsgilde. Diese antike Börse wurde in einen Tempel umgebaut. Direkt gegenüber kann man die Fassade der Maison Thomassin bestaunen, die dem 15., 17. und 19. Jahrhundert entstammt. Mit einem Hauch von Glück erhascht man einen Blick auf die prachtvollen Saaldecken aus dem 13. Jahrhundert.

Was trägt noch zur einzigartigen Atmosphäre des "Vieux-Lyon" bei?  

Falls sie gerne nach Antiquitäten stöbern, sind sie bei den zahlreichen Straßenbuchhändlern in der Altstadt genau richtig. Hérodote, Diogène: hier findet man eine Vielzahl alter Schätze. Sogar einen Laden, der antike Comicbücher verkauft gibt es hier. Eine wahre Fundgrube für Sammler und Liebhaber! Das Ambiente der Altstadt lockt mit seinen gepflasterten Gassen, kleinen Plätzen, Terrassen, Restaurants, den luxuriösen Hotels (La Cour des Loges, La Tour Rose, Le Collège und Le Saint Paul), und lädt mit seinen Straßenmusikern, Boutiquen, Galerien und kleinen Kunsthandwerkstätte zum Flanieren ein.

Zu guter Letzt sind es die "Traboules" und die kleinen Irrgänge durch die Stadt, die einem unvorhergesehene Schönheiten offenbaren: Höfe, Galerien, Brunnen, Skulpturen und geheime Gärten. Absolut zauberhaft! 

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